Lesen ist ein großes Wunder
Mittwoch, 20. Mai 2015
Montag, 13. April 2015
Günter Grass ist tot
Günter Grass ist tot
Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist im Alter
von 87 Jahren in Lübeck gestorben. Der "Blechtrommel"-Autor war
politisch tätig und als Maler und Bildhauer bekannt.
Einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart ist tot.
Günter Grass starb am Morgen im Alter von 87 Jahren in einer Klinik in
Lübeck, wie der Steidl Verlag mitteilte.
Der in Danzig geborene Autor war auch als Bildhauer, Maler und Grafiker tätig. Als Verfasser zahlreicher Erzählungen, Romane und Gedichtbände wurde er 1959 schlagartig berühmt durch seinen ersten Roman Die Blechtrommel,
der ihn international bekannt machte. Grass erzählt darin von den
Erlebnissen des aus Danzig stammenden
Zwergs Oskar Matzerath, der sich mit drei Jahren weigert, weiter zu
wachsen. Der Bildungs- und Schelmenroman rief in der
Bundesrepublik Sittenwächter auf den Plan, die sich an den teils
deftigen erotischen Szenen störten. Dennoch gehört das Buch zu den
wichtigsten Romanen der deutschen Nachkriegsliteratur und gilt als
Jahrhundertwerk. Seit den Buddenbrooks von Thomas Mann habe kein Erstling einen derartigen Aufruhr verursacht, befand das Nobelpreiskomitee, das ihm 1999 die höchste Ehrung für Schriftsteller, den Nobelpreis für Literatur, zuerkannte. Die Blechtrommel-Verfilmung von Regisseur Volker Schlöndorff erhielt 1980 den Oscar für den besten ausländischen Film.
Der zuletzt in Behlendorf bei Lübeck lebende Grass hatte nach dem Krieg eine Steinmetzlehre gemacht und in Düsseldorf und Berlin Kunst studiert. Die Blechtrommel bildet zusammen mit der Novelle Katz und Maus (1961) und dem Roman Hundejahre (1963) die sogenannte Danziger Trilogie.
Steinmeier "tief bestürzt"
In der Bundesrepublik engagierte sich Grass schon seit den 1960er Jahren als Gesellschaftskritiker und warb seitdem in Wahlkämpfen für die SPD. Aus Protest gegen deren Asylpolitik trat er 1992 zwar aus der Partei aus, blieb ihr aber bis zuletzt verbunden. Früh setzte er sich auch für eine deutsch-polnische Verständigung und für den Verzicht auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete ein. Immer wieder löste er heftige Kontroversen aus, zuletzt 2012 wegen eines israelkritischen Gedichts.Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, er sei "tief bestürzt". Grass sei ein großer Bürger und Sohn der Stadt Lübeck, wie ein Außenamtssprecher sagte. Es sei tragisch, dass Grass jetzt gestorben sei, einen Tag, bevor die Welt auch wegen eines G-7-Außenministertreffens in Lübeck auf die Stadt blicken werde. Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe sprach von einem "schweren Verlust für Lübeck, aber auch für die deutsche und die internationale Literatur".
Einen Nachruf auf Günter Grass lesen Sie hier
Quelle: http://www.zeit.de/kultur/literatur/2015-04/literaturnobelpreistraeger-guenter-grass-gestorben
Montag, 9. März 2015
Sonntag, 15. Februar 2015
Lesen!
In "einem Rutsch" gelesen..etwas für die "Kriegskinder"/Kriegsenkel - Generation!
"Preis" von mir für das "Coverdesign"!
Mittwoch, 4. Februar 2015
neue Lampe
Dienstag, 3. Februar 2015
Im Winter
Georg Trakl
Im Winter
Der Acker leuchtet weiß und kalt.
Der Himmel ist einsam und ungeheuer.
Dohlen kreisen über dem Weiher
Und Jäger steigen nieder vom Wald.
Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt.
Ein Feuerschein huscht aus den Hütten.
Bisweilen schellt sehr fern ein Schlitten
Und langsam steigt der graue Mond.
Ein Wild verblutet sanft am Rain
Und Raben plätschern in blutigen Gossen.
Das Rohr bebt gelb und aufgeschossen.
Frost, Rauch, ein Schritt im leeren Hain.
Im Winter
Der Acker leuchtet weiß und kalt.
Der Himmel ist einsam und ungeheuer.
Dohlen kreisen über dem Weiher
Und Jäger steigen nieder vom Wald.
Ein Schweigen in schwarzen Wipfeln wohnt.
Ein Feuerschein huscht aus den Hütten.
Bisweilen schellt sehr fern ein Schlitten
Und langsam steigt der graue Mond.
Ein Wild verblutet sanft am Rain
Und Raben plätschern in blutigen Gossen.
Das Rohr bebt gelb und aufgeschossen.
Frost, Rauch, ein Schritt im leeren Hain.
Mittwoch, 24. Dezember 2014
Frohes Fest
Frohes Fest!
Weihnachten
Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.
Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.
Mit Joachim Ringelnatz die besten Wünsche an Euch alle: Habt ein frohes Fest!
Weitere Weihnachtsringeleien: www.ringelnatz.org
gefunden bei: http://saetzeundschaetze.com/
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